Category: Allgemein

Zu jung für Parkinson?

April 13th, 2011

Wir haben dem Verein “Deutsche Parkison Vereinigung e.V. in Schneckenhausen zu ihrer Nominierung für den Aspirin Sozialpreis einige Fragen gestellt.

Q: Wir haben gesehen, dass sie schon einige Preise gewonnen haben. Wie haben sie von diesem Engagement erfahren und warum haben sie sich entschlossen mitzumachen?

A: Vom Aspirin Sozialpreis habe ich von der Kontakt- und Informationsstelle (KISS) hier vor Ort erfahren. Unsere Selbsthilfegruppe finanziert sich alleine über Spenden – keine Mitgliedsbeiträge. Somit benötigen wir jede finanzielle Unterstützung für unsere weiteren Projekte.

Q: Der Aspirin Sozialpreis zeichnet innovative und gemeinnützige Sozialprojekte aus. Mit welchem konkreten Projekt haben sie sich beworben? Woran arbeitet der Deutsche Parkinson Vereinigung Club U40 in Schneckenhausen?

A: Wir haben uns mit einer Film-DVD „Zu jung für Parkinson“ – Morbus Parkinson im Alltag junger Menschen“ beworben.
Wir sind eine Selbsthilfegruppe speziell für junge Menschen mit Parkinson. Mit neuen Wegen in der Selbsthilfe versuchen wir junge Betroffene und deren Angehörige aufzuklären und zu stärken. Ferner möchten wir den „juvenilen“ Parkinson in der Öffentlichkeit bekannter machen und Vorurteile abbauen.

Q: Wie sieht ihre tägliche Arbeit konkret aus? Wie viele MitarbeiterInnen engagieren sich für ihren Verein?

A: Unsere tägliche Arbeit besteht darin, junge Menschen mit Parkinson und deren Angehörige auf ihrem Weg mit der Krankheit zu begleiten, sie da zu unterstützen, wo es geht und einer großen Öffentlichkeit die Problematik der jungen Betroffenen näher zu bringen. Unsere Gruppe besteht aus zwei ehrenamtlichen Mitarbeitern und ca. 200 Mitgliedern.

Q: Am 12.Mai werden in Berlin die drei Gewinner des Aspirin Sozialpreises bekannt gegeben. Das Preisgeld beträgt 15.000 Euro für den ersten Preis, 10.000 Euro für den zweiten Preis und 5.000 Euro für den dritten Preis. Schon eine Idee, was sie mit dem Geld machen werden?

A: Wenn wir ein Preisgeld gewinnen, werden wir dieses für unser Nachfolge-Projekt „Zu jung für Parkinson – wie gehen Alleinlebende mit der Erkrankung um“ verwenden.

Q: An welchen weiteren Projekten arbeiten sie? Wo kann man sich engagieren und informieren?

A: Für unsere bundesweit reisende Foto-Wanderausstellung „Jetzt erst recht! – Parkinson, eine Krankheit mit der man alt werden kann“ suchen wir weitere Verleihmöglichkeiten. An dieser Stelle wenden wir uns an Verantwortliche in Kommunen, verschiedenen Institutionen und Andere durch öffentlichkeitswirksame Präsentation in ihren Räumen einen Beitrag zur Aufklärung und Unterstützung zu leisten.

Für junge Menschen mit Parkinson und deren Angehörige bieten wir auch Seminare und Workshops an.

Q: Herzlichen Dank für das Interview. Wir drücken ihnen die Daumen!!!

Wir haben für das Projekt „ zu jung für Parkinson” eine Spendenaktion gestartet, damit auf jeden Fall das tolle Engagement unterstützt wird! Wenn auch Sie direkt etwas Gutes tun wollen, dann können Sie schnell und sicher unter folgendem Link spenden:

http://www.donare.de/clubu40

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Viel zu früh und viel zu klein, aber nicht allein

April 13th, 2011

152 Initiativen aus ganz Deutschland haben sich dieses Jahr bei der Bayer Cares Foundation für den Aspirin Sozialpreis beworben. 10 Organisationen stehen jetzt im Finale, unter ihnen der Bundesverband “Das frühgeborene Kind” e.V. aus Frankfurt am Main.  Wir von donare.de wollten mehr über die Nominierung des Projekts “Das frühgeborenen Informationszentrum” erfahren.

Q: Der Aspirin Sozialpreis zeichnet innovative und gemeinnützige Sozialprojekte aus. Wie sieht die innovative Arbeit des Frankfurter Bundesverbands „Das frühgeborene Kind“ konkret aus?

A: Unser Anliegen ist es, von Frühgeburt betroffene Eltern zu stärken und zu informieren. Das Wissen um den Umgang mit der Situation und einem sehr unreifen, anfälligen und unter Umständen fast nicht lebensfähigen Kind vermitteln Kompetenzen, die den Eltern helfen, diese traumatische Lebensphase zu bewältigen. Gleichzeitig wirkt sich diese Unterstützung positiv auf die Entwicklung des frühgeborenen Kindes aus. Dazu nutzen wir neben traditionellen Informationswegen wie Broschüren und Hinführen der Eltern zu Selbsthilfeinitiativen auch innovative Plattformen wie Internetforen und soziale Netzwerke, z.B. Facebook.

Zudem ruhen wir uns nie auf Erreichtem aus, sondern suchen immerwährend nach Verbesserung unserer Angebote und richten diese an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Neonatologie aus. So verfolgen wir vehement die Einführung der sogenannten entwicklungsfördernden Betreuung auf neonatologischen Intensivstationen. Dieses Versorgungskonzept orientiert sich an den Bedürfnissen der Frühchen und ihrer Eltern und verbessert deutlich das Outcome, also die langfristigen Entwicklungschancen, der Kinder. Unser Verband hat dazu 10 Leitsätze von einer Expertengruppe erarbeiten lassen, die in Broschürenform erhältlich sind. Bei Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen für medizinische und pflegerische Klinikmitarbeiter stellen wir dieses Konzept in Vorträgen vor.

Q: Wie haben sie von dem Aspirin Sozialpreis erfahren und warum haben sie sich entschlossen mitzumachen?

A: Von der Ausschreibung des Aspirin Sozialpreises hat eine Kollegin unseres Teams in einem Magazin gelesen. Sie informierte die Geschäftsstellenleitung, woraufhin die Voraussetzungen zur Bewerbung auf der Internetseite studiert und die Bewerbung eingereicht wurde. Wir freuen uns, über die Teilnahme an der Ausschreibung des Aspirin Sozialpreises Aufmerksamkeit für unser soziales Engagement und die gesellschaftspolitische Bedeutsamkeit der Unterstützung der Allerkleinsten und ihrer Familien zu gewinnen. Die Krönung der Bewerbungsteilnahme wäre natürlich, zu den Gewinnern des Aspirin Sozialpreises zu gehören.

Q: Arbeiten sie alle ehrenamtlich? Wie groß ist ihr Team?

A: Sieben Vorstandsmitglieder sowie der neunköpfige wissenschaftliche Beirat arbeiten komplett ehrenamtlich. In der Geschäftsstelle sind drei Teilzeitkräfte für Beratung, Betreuung der Selbsthilfegruppen in Deutschland, Veranstaltungsorganisation, Mitgliederbetreuung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Bearbeitung von Bestellungen und Buchhaltung beschäftigt.

Q: Wie finanziert sich ihre gemeinnützige Organisation? Haben sie in der Vergangenheit schon mal einen Preis gewonnen?

A: Im Wesentlichen stammen die Einnahmen unseres Verbandes aus Mitgliedsbeiträgen, Fördermittel der Krankenkassen, Sponsoring und Spenden. Wir waren im vergangenen Jahr nominiert zum Springer Medizin Charity Award, haben den Preis allerdings nicht gewonnen.

Q: Man könnte sich vorstellen, dass die Versorgung von Frühgeborenen in der medizinischen Praxis und Wissenschaft bereits einen hohen Stellenwert hat. Ist das so? Wo bestehen Versorgungslücken?

A: Das ist in der Tat so. Gerade in den letzten 10 Jahren gab es im Bereich der Akutversorgung Weiterentwicklungen, die dazu geführt haben, dass immer kleinere Frühchen überleben können. Diese sehr unreifen Kinder, die aber nur etwa 1 Prozent aller Neugeborenen ausmachen, benötigen allerdings hochspezialisierte Ärzte- und Pflegeteams, um ihnen noch bessere Überlebenschancen und bessere Chancen auf ein späteres Leben mit möglichst wenig Behinderungen bieten zu können. Deshalb ist uns sehr daran gelegen, dass diese Kinder in entsprechend spezialisierten Zentren betreut werden, in denen Ärzte und Pflegepersonal über die entsprechende Erfahrung und Routine verfügen. Für die Eltern selbst müssen nach unseren Vorstellungen alle Perinatalzentren psychosoziale Unterstützung durch ausgebildete Fachkräfte bieten. Hieran fehlt es allerdings sehr häufig. Und im Anschluss an die Akutbehandlung auf der Intensivstation müssen frühgeborene Kinder – neben den normalen U-Untersuchungen – mindestens bis zum Schulalter regelmäßig entwicklungsneurologisch nachuntersucht werden, um Entwicklungsdefizite frühzeitig erkennen und dann auch bestmöglich therapieren zu können. Viele Kinder haben nämlich Defizite, die ihnen spätestens in der Schule ganz erhebliche Probleme bereiten. Leider bestehen aber gerade in diesem Bereich noch erhebliche Lücken in der Versorgung.

Q: Am 12.Mai werden in Berlin die drei Gewinner des Aspirin Sozialpreises bekannt gegeben. Für welche aktuellen Projekte benötigen sie am dringendsten Fördermittel?

A: Momentan benötigen wir am dringendsten Spenden für unsere Aufklärungsbroschüren „Frühgeburt – Risiken kennen und vermeiden“ und „Wo soll mein Kind geboren werden?“ für werdende Eltern mit Frühgeburtsrisiko. Außerdem haben wir geplant im Web Informationen über sozialrechtliche Unterstützung für Eltern frühgeborener Kinder zu veröffentlichen und ein Musiktherapie-Wochenende für Familien mit gehandicapten Frühgeborenen anzubieten. Wir brauchen auch immer finanzielle Unterstützung für die Umsetzung von Seminaren für unsere Selbsthilfeinitiativen, wie z.B. Elternberatung am Telefon, Elterngruppen leiten, Selbsthilfearbeit in der Klinik usw.

Q: Herzlichen Dank für das Interview. Wir drücken ihnen die Daumen!!!

Wir haben für das Projekt „ “Frühgeborenen-Informations-Zentrum” eine Spendenaktion gestartet, damit auf jeden Fall das tolle Engagement unterstützt wird! Wenn auch sie direkt etwas Gutes tun wollen, dann können sie schnell und sicher unter folgendem Link spenden:

http://www.donare.de/fruehchenhilfe

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Brennpunkt Côte d’Ivoire

April 8th, 2011

Dr. Ulf Richter, Professor an der International University of Grand Bassam berichtet über den Zustand in Côte d’Ivoire.

Q: Herr Dr. Richter sie verbringen viel Zeit in Abidjan. Was machen sie beruflich in Côte d’Ivoire?

A: Ich befinde mich zurzeit in den USA aufgrund der Bombardierung der Residenz des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo und der akuten Sicherheitsgefährdung in dem Land. Ich habe in der Elfenbeinküste von 2008-2009 unterrichtet und arbeite seitdem an einer Reihe von Sozialen- und Investitionsprojekten. Das letzte Mal bin ich im Februar in die Elfenbeinküste gereist. Ich plane wieder im Juli diesen Jahres anzureisen.

Q: Wie haben sie und ihre MitarbeiterInnen den monatelangen Machtkampf in der Krisenregion miterlebt? Wie sah ihr Alltag in den letzten Wochen aus?

A: Viele meiner Freunde, Mitarbeiter und Geschäftspartner leiden sehr unter der Krise und verstecken sich in ihren Häusern. Viele sind vorzeitig abgereist oder haben sich in Nachbarländer wie Ghana und Liberia geflüchtet. Andere sind ins Inland in ihre Heimatdörfer geflohen. Ein Kollege hat sich in seinem Büro mit 12 Mitarbeitern verschanzt, da er sich nicht mehr nach Hause traut. Viele haben kaum noch Nahrungsmittel oder Wasser in ihren Wohnungen. Die Situation ist sehr desolat.

Q: Laut unseren Nachrichten scheint der Bürgerkrieg in der Elfenbeinküste entschieden zu sein. Der ehemalige Präsident Gbago sucht Schutz bei der UN. Haben ihre Kollegen diese positive Veränderung vor Ort schon zu spüren bekommen?

A: NEIN. Das ist nicht korrekt. Diese Informationen sind ein rein taktisch lanziertes Gerücht. Der Krieg geht weiter und es gibt viele Heckenschützen, die Angst und Schrecken in Abidjan verbreiten.

Q: Seit den Wahlen im November starben mindesten 1500 Menschen. Hat die Gewalt jetzt endlich ein Ende?

A: Nein, das wird sich noch einige Zeit hinziehen. Laurent Gbagbo ist ein geübter Politiker und versteckt sich zurzeit. Viele junge Männer sind radikalisiert und ziehen plündernd durch Abidjan.

Q: Wie wird es nach dem monatelangen blutigen Machtkampf weitergehen? Was wird sich durch den gewählten Präsidenten Alassane Quattara ändern?

A: Meiner Einschätzung nach wird sich der Machtkampf noch 1-2 Monate hinziehen. Sollte Alassane Quattara seine Versprechungen wahrmachen, dann wird er eine offene und investitionsfreundliche Wirtschaftspolitik etablieren. Ich hoffe auch, dass er es schaffen wird, das Land wieder zu vereinen und der Côte d’Ivoire eine echte Führung zu geben.

Q: Muammar al-Gaddafis Handeln in Libyen beherrscht die Weltnachrichten seit Wochen. Erst in den vergangenen Tagen wuchs – mit zunehmender Brutalität – die Aufmerksamkeit für die Côte d’Ivoire. Liegt es daran, dass die Elfenbeinküste zwar Kakao, aber kein Öl besitzt oder an der räumlichen Distanz zu Europa?

A: Die Elfenbeinküste besitzt kein Öl und gehört zur politischen Hegemonie Frankreich’s. Nachrichten aus Schwarzafrika erreichen die europäischen Medien normalerweise nur, wenn die Situation schon wirklich schlimm ist.

Q: Wie kann unsere Bevölkerung helfen, dass die Brennpunkte in Afrika mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommen? Wie können wir die hilfsbedürftige Bevölkerung in Côte d’Ivoire unterstützen?

A: Wir sammeln zurzeit Sach-und Geldspenden, die eventuell direkt in die Elfenbeinküste ensandt werden oder, alternativ, über Umwege, z.B. über Ghana ins Land gebracht werden sollen. Ich werde spätestens im Juli anreisen, um die Hilfstransporte zu koordinieren und mit lokalen Organisationen, die Verteilung zu organisieren.

Q: Herzlichen Dank, dass sie sich für unsere Fragen Zeit genommen haben.
Bei donare.de wurde gerade eine Spendenaktion für die Kinder in Côte d’Ivoire gestartet. Helft mit und spendet schnell unter:

http://www.donare.de/F%C3%BCr-die-Kinder-in-Cote-dIvoire

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Laufen für zwei gute Zwecke

April 1st, 2011

Interview mit Julius Kling und Manuel Yoon von der EBS Universität für Wirtschaft und Recht i.Gr. in Oestrich-Winkel

Q: Nächsten Samstag veranstaltet die Studentenschaft der EBS Universität einen Charity-Lauf . Wie kam es zu dieser Idee?

Zunächst einmal sind die Studierenden der EBS vielseitig im karitativen Bereich aktiv. Es finden Benefizkonzerte statt, es gibt Blutspendetage mit dem Roten Kreuz, Aktionen zum Welt-AIDS-Tag, aber auch konkrete Unterstützung im Bildungsbereich wie z.B. Nachhilfeunterricht für SchülerInnen in Oestrich-Winkel. Was fehlte war eine gemeinnützige sportliche Veranstaltung, die alle Studierenden, HochschulmitarbeiterInnen und Ortsansässigen für einen guten Zweck zusammenbringt.

Q: Wie sehen die Startbedingungen aus? Dürfen nur Studierende eurer Universität teilnehmen?

Nein, wir haben diesen Lauf ins Leben gerufen um ein tolles Event auf die Beine zu stellen, dass explizit StudentInnen, HochschulmitarbeiterInnen und Externe und Ortsansässige für einen guten Zweck zusammenführen soll! Wir freuen uns also über jeden der am 9. April etwas Zeit und den Weg auf unseren Campus findet.

Q: Wieviele TeilnehmerInnen erwartet ihr?

Das können wir schwer abschätzen. Wir hoffen aber, dass im Optimalfall bis zu 500 Leute an dem Tag an unserem Lauf teilnehmen und fleißig Runden über den Campus drehen.

Q: Wie lange ist die Laufstrecke und was erwartet die Gewinner am Ziel?

Die Laufstrecke führt einmal rund um unseren Campus und ist ca. 400 – 500m lang. Als Anreiz viele Runden zu laufen, gewinnen die fleißigsten Läufer Essengutscheine und Weinpakete, die wir bereits von Weingütern, Restaurants und Straußwirtschaften aus dem Rheingau als Unterstützung einsammeln konnten.

Q: Mit eurem Lauf wollt ihr Spenden sammeln. An welche Organisationen sollen die eingenommenen Spendengelder fließen?

Wir möchten alle Einnahmen jeweils zur Hälfte an das Wohnheim der Lebenshilfe Rheingau-Taunus e.V. in Oestrich-Winkel und an ein Bildungsprojekt für Straßenkinder in Kenia der Kindernothilfe e.V. spenden. Zusätzlich zu Startgebühr und Rundensponsoring stellen wir ein kleines Rahmenprogramm in unserem Schloss Innenhof auf die Beine, wo alle Sportler und Interessierten bei Essen und Getränken, bei hoffentlich gutem Wetter, zusammenkommen können.

Q: Wieso habt ihr gerade diese beiden Organisationen ausgewählt?

Die EBS ist seit vielen Jahrzenten im Rheingau verwurzelt und wir als Studierende sind mit der Region und insbesondere mit Oestrich-Winkel sehr stark verbunden. Viele unserer KommilitonInnen haben während ihrer Zeit an der EBS in der Wohnanlage geistig behinderte Menschen in ihrem Alltag unterstützt. Dieses Mal möchten wir dazu gerne vor Ort einen kleinen finanziellen Beitrag für diese wichtige Einrichtung leisten. Das Bildungsprojekt der Kindernothilfe liegt uns am Herzen, weil wir unsere privilegierte Situation als Verantwortung verstehen. Jugendlichen in Kenia, die nicht mit dem Luxus eines funktionierenden Bildungssystems aufgewachsen sind, möchten wir deshalb durch unsere Unterstützung eine Ausbildungsperspektive geben.

Q: Wie können diejenigen, die am Charity-Lauf nicht teilnehmen können, die Projekte der Lebenshilfe und der KinderNotHilfe unterstützen?

Wir haben dazu Spendenseiten auf donare.de eingerichtet um den verhinderten Läufern die Möglichkeit zu geben uns finanziell zu unterstützen. Diese findet ihr unter:

http://www.donare.de/1-EBS-Charity-Lauf-Lebenshilfe-Rheingau-Taunus

http://www.donare.de/1-EBS-Charity-Lauf-Kindernothilfe

Mehr Informationen zu uns, dem Lauf und den Spendenempfängern gibt es auch auf unserer Homepage www.ebs-charitylauf.de

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Mit exklusiven Schals für mehr sauberes Wasser

April 1st, 2011

Christine Pluess und Livia Ximénez-Carrillo, Designerinnen des Modelabels Mongrels in Commen, engagieren sich für mehr sauberes Wasser auf der Welt. Wir haben ihnen zu dieser tollen Aktion ein paar Fragen gestellt.

Q: Seit 2006 seid ihr mit eurem Modelabel Mongrels in Common eine feste Instanz in der Berliner Modeszene. Eure eigenen Namen Christine Pluess und Livia Ximénez- Carrillo klingen nach einer mulikulturellen Herkunft. Wo kommt ihr her und wie habt ihr beiden euch kennengelernt?

A: Zusammengenommen stammen wir aus Argentinien, Deutschland, Peru der Schweiz und Spanien. Wir haben uns während des Studiums an der Esmod Schule in Berlin kennengelernt. Wir merkten schnell, dass wir gut zusammen arbeiten können.

Q: So versteht man auch die Bedeutung eures Labelnamens Mongrels in Common. Auf deutsch bedeutet der Name soviel wie Gemeinsamkeit: Mischling. Dieser Name ist Programm für eure Kollektionen?

A: Ja, das stimmt. Im Vordergrund jeder unserer Kollektionen steht die Vermischung verschiedener Elemente zu einem lässigen, avantgardistischen Look. Männliche und weibliche Details werden harmonisch verbunden, so dass ein Stil entsteht, der einerseits cool und dennoch sexy und elegant wirkt.

Q: Die auf Naturkosmetik spezialisierte Firma AVEDA ist ein langjähriger Partner von Euch. Mongrels in Common unterstützt AVEDA bei einer Aktion während des EARTHMONTH 2011. Was ist das für ein Projekt?

A: Während des EARTHMONTH 2011 findet beispielsweise ein von AVEDA initiierte Spendenmarsch statt. Dieses Jahr wird diese Spendenaktion zum ersten Mal für die Orga¬ni¬sation Viva con Agua de St. Pauli e.V. durchgeführt: Alle Erlöse dieser Spenden¬aktion wie auch vieler weiterer, die während des EARTHMONTH 2011 in den AVEDA Instituten, Salons und Spas stattfinden, gehen an ein Trinkwasserprojekt in Kambodscha von Viva con Agua.

Q: Und wie sieht euer Engagement aus?

A: Wir haben einen einzigartigen Schal in einer limitierten Anzahl von 50 Stück entworfen. In Anlehnung an die Herbst/Winter Kollektion 2011/2012 unseres Labels ist der Schal inspiriert von einer Kombination aus Forstwirtschaft und Denver Clan. Der gesamte Erlös aller verkauften Schals geht zugunsten von Viva con Agua de St. Pauli e.V.

Q: Eine Mischung aus Forstwirtschaft und Denver Clan. Das klingt spannend. Was können wir uns darunter vorstellen?

A: Der Schal ist in sehr natürlichen Farben gehalten, dabei sehr elegant und glamourös.

Q: Mit dieser kreativen Aktion wollt ihr Spenden für die Trinkwasserinitiative Viva con Agua de St. Pauli e.V. sammeln. Was genau ist das Ziel dieser Organisation?

A: Viva con Agua de St. Pauli e.V. ist ein 2005 gegründeter Verein aus Hamburg-St. Pauli, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die Trinkwasserversorgung in Entwicklungsländern zu verbessern.

Q: Und wo genau können eure Schals gekauft werden?

A: Dieser Schal wird exklusiv in deutschen AVEDA Salons und Spas erhältlich sein. Unsere Spendenaktion kann aber nicht nur mit dem Kauf eines Mongrels in Common Schals unterstützt werden. Wir freuen uns auch über Direktspenden über unsere Spendenseite bei donare.de unter: http://www.donare.de/Mongrels-in-Common-sammeln-Spenden

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Hilfe für die Kinder in Japan

März 31st, 2011

Seit Januar 2008 ist Kathrin Wieland deutsche Geschäftsführerin von Save the Children. Wir von donare.de haben ihr ein paar Fragen zu der aktuellen Lage in Japan gestellt.

Q: Schön, dass Sie sich Zeit für unsere Fragen nehmen. Wie lange gibt es die Organisation Save the Children in Deutschland? Welche Ziele verfolgen Sie mit ihren Projekten?

A: Save the Children wurde 1919, kurz nach dem Ersten Weltkrieg, von der Lehrerin Eglantyne Jebb in Großbritannien gegründet. Für Jebb gab es keine Sieger und Besiegte, sondern nur Kinder, die unter Hunger und Armut litten. Deshalb gehörten die Kinder in Deutschland zu den ersten Empfängern der Hilfsleistungen von Save the Children.
Zwischen 1920 und 1960 war Save the Children in Deutschland aktiv, um Kindern zu helfen, die unter den Folgen der beiden Weltkriege leiden mussten. Diese Hilfe umfasste u. a. Schulspeisungen und Kakaoküchen, die Arbeit in Flüchtlingslagern und Kinderheimen sowie die Kindertransporte jüdischer Kinder nach Großbritannien.
Seit Ende 2004 ist Save the Children Deutschland nun wieder als gemeinnütziger Verein in Berlin präsent. Die Geschäftsstelle hat aktuell 17 feste Mitarbeiter.

Save the Children ist die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt. Jede Unterstützung, die wir geben, jedes Programm, das wir durchführen, verbessert direkt die Zukunftschancen von Mädchen und Jungen. So entwickeln sie ihre Fähigkeiten, um ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.

Q: Seit wann ist Save the Children in Japan aktiv?

A: Save the Children arbeitet seit 1986, also seit 25 Jahren in Japan. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen arbeiten wir unter anderem in den Präfekturen Miyagi und Iwate, also in der vom Erdbeben am schwersten betroffenen Region im Nordosten des Landes. Unsere japanischen Kollegen sind zudem in Nepal, Vietnam, Myanmar, Afghanistan, Mongolia, Sri Lanka sowie dem Sudan im Einsatz. Sie betreuen dort seit vielen Jahren eine Vielzahl von Programmen.

Q: Wie lange hat es gedauert bis ihre Mitarbeiter vor Ort gewesen sind und welche konkreten Projekte verfolgen sie momentan im Katastrophengebiet in Japan?

A: Unsere Mitarbeiter waren von Beginn an vor Ort. Das Save the Children Büro in Tokio wurde zum Glück nur leicht beschädigt. Unsere Mitarbeiter wurden nicht verletzt.

Save the Children-Teams haben in den vergangenen Tagen in Sendai, Onagawa und Ishinomaki hunderten Kindern geholfen.
Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami haben wir ein erstes Kinderschutzzentrum in Sendai, dem Epizentrum des Bebens, eröffnet.
Dort können traumatisierte und unter Schock stehende Kinder ihre schrecklichen Erlebnisse verarbeiten und mit anderen Kindern spielen. Ihre Eltern haben dadurch die Möglichkeit, dringend benötigte Nahrungsmittel zu beschaffen, nach vermissten Verwandten zu suchen und zu ordnen, was von ihrem Leben nach dem Beben und dem Tsunami übrig geblieben ist.

Q: Man liest viel, dass Japan die Folgen der Katastrophen alleine schultern möchte. Kommt die Hilfe aus Deutschland überhaupt an? Ist Engagement und eine Spende unmittelbar wirksam oder brauchen wir eine langfristige Perspektive?

A: Die Spenden, die bei uns eingehen, werden direkt an Japan übermittelt und für unsere Projekte dort eingesetzt. Unsere Teams arbeiten vor allem in und um Sendai. Neben der kurzfristigen Soforthilfe hat Save the Children einen 3-Jahresplan entwickelt, um Kindern und ihren Familien in Japan langfristig und nachhaltig helfen zu können.

Q: Weiß man genaueres über die Lage der Kinder in den japanischen Krisengebieten? Wie viele sind etwa verletzt oder haben ihre Eltern verloren?

A: Save the Children schätzt, dass 74.000 Kinder ihr Zuhause verloren haben. Die Angaben über Tote und Verletzte müssen täglich nach oben korrigiert werden. Die Zerstörung ist so groß, dass die Helfer nur sehr langsam und mühsam vorankommen. Auch über die Zahl der Kinder, die ihre Eltern verloren haben, gibt es noch keine konkreten Angaben.

Q: Warum sind Kinder bei solchen Katastrophen besonders betroffen?

A: Überall auf der Welt sind Kinder diejenigen, die in Krisensituationen am meisten gefährdet sind. Sie haben das Bedürfnis nach Sicherheit, nach familiärer Nähe und viel wichtiger: sie wollen einfach Kind sein. In einer Katastrophensituation wie in Japan, sind die Kinder oftmals traumatisiert und müssen betreut werden. Insbesondere wenn sie ihre Eltern, Angehörige oder Freunde verloren haben.

Q: Save the Children ist weltweit tätig. Welche anderen Krisenregionen betreuen Sie derzeit? Wo müssen wir noch hinsehen?

A: Save the Children arbeitet in 120 Ländern der Welt. Derzeit sind insbesondere die Krisenregionen Cote d’Ivoire, Libyen und Lampedusa Schwerpunkte unserer Arbeit.

Q: Wie können die Menschen in Deutschland die wertvollen Projekte von Save the Children unterstützen?

A: Die Menschen können uns unterstützen, indem sie spenden. So können wir unsere Projekte durchführen und uns für die Kinder dieser Welt einsetzen.

Q: Herzlichen Dank, dass sie unsere Fragen beantwortet haben! Auch über donare.de kann den Kindern in Japan geholfen werden. Unter folgenden Links können sie sicher, schnell und unkompliziert spenden:

http://www.donare.de/Hilfe-f%C3%BCr-Kinder-in-Japan

http://www.donare.de/F%C3%BCr-Kinder-in-Japan

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Helft Save the Children in Japan helfen!

März 23rd, 2011

Barbara Pigisch hat eine Spendenaktion bei donare.de für die Organisation Save the Children Deutschland gestartet. Wir haben ihr dazu ein paar Fragen gestellt.

Q: Du hast eine Spendenaktion bei donare.de für die betroffenen Kinder in Japan gestartet. Das ist eine tolle Idee!

A: Ja, da ich selber zwei gesunde Kinder habe, hat mich das Schicksal der Kinder in Japan sehr bewegt. Mit meiner Spendenaktion will ich einen Beitrag dazu leisten, dass die Versorgung und Unterkunft für die betoffenen Kinder im Katastrophengebiet möglichst schnell verbessert werden kann.

Q: Und die Organisation Save the Children arbeitet vor Ort?

A: Save the Children ist die größte unabhängige Kinderrechtssorganisation der Welt. Zur Zeit richten sie Kinderschutzzentren (Child Friendly Spaces) in Sendai ein. Dort können traumatisierte und unter Schock stehende Kinder ihre schrecklichen Erlebnisse verarbeiten und mit anderen Kindern in einem geschützten Raum spielen. Es haben vermutlich 100.000 Kinder durch das Erdbeben und den dadurch ausgelösten Tsunami ihr Zuhause verloren.

Q: Wie lange dauert deine Aktion und wie hoch ist dein Spendenziel?

A: Meine Spendenaktion endet am 5.4.2011 und ich hoffe bis dahin 150€ zusammenbekommen zu haben. Das ist keine wirklich große Summe, aber unter dem Motto “Kleinvieh macht auch Mist” möchte ich meine Freunde und Bekannte zu Kleinspenden motivieren.

Q: Vielen Dank, dass du dir Zeit für unsere Fragen genommen hast! Hier der Link für alle, die sich an der tollen Aktion beteiligen möchten:

http://www.donare.de/Hilfe-f%C3%BCr-Kinder-in-Japan

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Bayer leistet Soforthilfe für Japan

März 21st, 2011

Interviewfragen an Herrn Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftung

Bayer ist seit 100 Jahren in Japan vertreten und beschäftigt dort rund 3.660 Mitarbeiter. Alle Mitarbeiter haben das Erdbeben und den Tsunami unversehrt überstanden. Wir von donare.de haben Herrn Schmitt-Lord, Vorstand der Bayer-Stiftung, dazu befragt.

Q: Angesichts der verheerenden Katastrophen in Japan leistete Bayer Soforthilfe und nachhaltige Unterstützung im Wert von über 1 Million Euro. Wie sieht ihre tolle Unterstützung konkret aus?

A: Zunächst spendete Bayer 880.000 Euro an das japanische Rote Kreuz als Soforthilfe. Mit diesem Geld sollen schwer betroffene Gemeinden und Einzelpersonen bei der Schadensbewältigung unterstützt werden. Zusätzlich stellt das Unternehmen Bayer den japanischen Gesundheitsbehörden dringend benötigte Gesundheitsprodukte im Gesamtwert von 120.000 Euro zur Verfügung.

Q: Das ist großartig! Und neben diesen Sofortmaßnahmen hat das Unternehmen auch noch eine nachhaltige Unterstützung für Japan in die Wege geleitet?

A: Ja, das ist richtig. Bayer ruft seine Mitarbeiter weltweit zu Spenden über die Unternehmens-Stiftung Bayer Cares Foundation auf. Das Unternehmen verdoppelt die von den Mitarbeitern zur Verfügung gestellten Gelder bis zu einer Höhe von 250.000 Euro.

Q: Und was wird mit diesen Spendengeldern nachhaltig unterstützt?

A: Diese Spenden werden in ein noch zu bestimmendes Wiederaufbauprojekt in einer der am stärksten betroffenen Gebieten fließen.

Q: Herzlichen Dank, dass sie sich Zeit genommen haben!

Weitere Informationen dazu finden sie unter:

http://www.bayer.de/de/news-detail.aspx?newsid=14526

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Der Frühlings-Rap

März 8th, 2011

Interview mit Angelika Mincke vom Verein „Aktiv Barrierefrei Selbstbestimmt Leben“

Q: Dem Namen nach setzt sich ihr gemeinnütziger Verein für ein barrierefreies Leben ein. Seit wann gibt es ihren Verein und was genau wollen sie verändern?

A: Unseren Verein gibt es seit September 2009, eingetragen sind wir seit Januar 2011.
Wir wollen die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung verbessern. Wir möchten den Menschen helfen, ihr Recht auf ein barrierefreies Wohnen und Leben einzufordern. Wir engagieren uns auf politischer Ebene dafür, dass auch bei öffentlichen Gebäuden auf Barrierefreiheit geachtet werden muss. Ein weiteres Ziel unseres Engagements besteht in der Sensibilisierung der Gesellschaft. Wir wollen den Fokus darauf lenken, dass Barrierefreiheit nicht nur für RollstuhlfahrereInnen, sondern genauso für Sehbehinderte und gehörlose Menschen von großer Bedeutung ist.

Q: Wie sieht die Arbeit ihres Vereins aus? Sie bieten beispielsweise Beratungen für ein barrierefreies Leben an.

A: An uns können sich Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen wenden. Ich als Projektleiterin organisiere dann individuelle Beratungstermine mit unserem Kompetenzteam. Menschen mit Behinderung oder die von Behinderung bedroht sind, beraten wir in ihrem privaten Wohnumfeld. Besonders schwer ist es für Menschen und deren Angehörige, wenn es spontan durch einen Unfall zu einer Behinderung kommt. Hier ist der Behördendschungel fast nicht zu bewältigen. Dann setzt unsere Arbeit an. Wir begleiten und beraten von Anfang an, helfen bei der Planung des Umbaus, bis hin zu Klärung der Kostenübernahmen mit den unterschiedlichen Institutionen. Dieser ganze Prozess wird von einer Kontaktperson begleitet und das ist das besondere an unserem Angebot.
Ein weiteres Thema unseres Vereins ist die Hilfsmittelversorgung. Leider erleben wir immer wieder, dass Menschen mit den falschen Hilfsmitteln ausgestattet sind. Dies wiederum führt häufig zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes. Auch hier bieten wir eine kompetente Beratung an.

Q:  Wie groß ist ihr Team?

A: Unser Kompetenzteam besteht im Kern aus neun Personen. Ich selber bin seit 26 Jahren Rollstuhlfahrerin und kümmere mich um die Projektleitung. Weiter arbeiten für den Verein ein Reha-Berater (Rollstuhlfahrer), unterschiedliche Beratungsstellen, Architekten und Handwerksbetriebe, die sich auf barrierefreies Bauen spezialisiert haben und Menschen, die uns auf unterschiedliche Weise unterstützen.

Q: Arbeiten sie alle ehrenamtlich?

A: Ja, die Beratungen und Aktivitäten unseres Vereins werden natürlich ehrenamtlich durchgeführt. Die Handwerksbetriebe und Architekten werden aber für ihre Arbeiten bezahlt.

Q: Sie haben gerade bei donare.de eine Spendenaktion gestartet und zwar mit dem Titel „Rapsong für Menschen mit Behinderung“. Können sie mir kurz erläutern, was es mit diesem Rapsong auf sich hat?

Unser Rapsong soll bundesweit zu der Teilnahme an den Aktionen zum Europäischen Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung aufrufen.
Zum einem wollte ich einfach mal etwas anderes machen. Plakate nimmt man gar nicht mehr  richtig wahr. Und die Botschaften auf Plakaten sind meistens sehr reduziert. Zum anderen wollte ich auch etwas Lebendiges produzieren, etwas, dass Spaß und gute Laune widerspiegelt. Wichtig war mir, dass an dem Projekt sowohl Menschen mit und als auch ohne Behinderung zusammenarbeiten.

Q: Und was ist das Ziel ihrer Spendenaktion?

A: Wir wollen genügend Geld zusammen bekommen, um das Rapsong Projekt barrierefrei zu gestalten. Das heißt, es wird ein originales Video geben, einmal mit Untertitel versehen für schwerhörige Menschen und eine Version für gehörlose Menschen. Für gehörlose Menschen benötigen wir eine Version in Gebärdensprache. Dies wird von dem Gebärdenwerk in Hamburg hergestellt. Besonders toll finde ich, dass das Gebärdenwerk in Hamburg mit Gebärden-Muttersprachlern arbeitet. Das gibt dem ganzen Projekt doch etwas sehr Besonderes.

Q: Was genau werden sie am Ende der Spendenaktion mit dem Spendengeld finanzieren?

A: Die Arbeit des Gebärdenwerkes kostet allein schon 1.000,00 Euro.
Sollten wir darüber hinaus Spenden erhalten, können wir davon auch einen Teil der Videoproduktion bezahlen.

Q: Haben sie schon Erfahrung mit Online-Spendenplattformen gesammelt?

A: Nein, das ist die erste Spendenplattform, über die wir eine Spendenaktion starten. Ich habe die Informationen zu der Spendenplattform donare.de über Facebook gefunden. Vielleicht finden ja noch mehr Leute die Idee so super wie wir ; )

Q: Wie lange wird ihre Spendenaktion laufen?

A: Bis zum 24.04.2011. Wir hoffen natürlich, dass wir die Summe schon vorher zusammen bekommen, damit wir das Projekt schnellst möglich öffentlich machen können. Wir wollen unser Rapsong Projekt aber erst veröffentlichen, wenn wir alle Menschen mit dem Projekt barrierefrei erreichen können, bzw. wenn alle Menschen unseren Rapsong und Video nutzen können.

Q: Wie kann man ihren Verein und ihre Ideen weiterhin, also auch nach der Spendenaktion, unterstützen?

A: Natürlich ist Geld auch bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit immer wichtig. Unterstützen kann man uns aber gerade bei unseren Aktionen. Wenn der Rapsong und das Video veröffentlicht wurden, ist es besonders wichtig, dass ganz viele Menschen diesen Song verlinken und downloaden, damit hoffentlich am 5. Mai ganz Deutschland unseren Rap singt. Eine andere und besondere Art der Unterstützung ist für mich und unser Team z.B. ein Eintrag in unserem Gästebuch auf unserer Internetseite: http://www.abssh.eu/index.php?article_id=244
Ein Feedback zu bekommen, ist bei der Ehrenamtsarbeit enorm wichtig. Das baut uns in schweren Zeiten ganz besonders auf.

Die Spendenaktion läuft noch bis zum 24.04.11. Wenn ihr also bald einen fröhlichen Rapsong auf euren Lippen nach Hause tragen wollt, dann könnt ihr unter folgendem Link sofort spenden:

http://www.donare.de/Rap-ABSL

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Fragen an die Berliner SOZIALHELDEN

März 4th, 2011

Der Berliner Verein „Sozialhelden“ engagiert sich sehr erfolgreich für soziale Themen in der Gesellschaft. Bei der donare.de Spendenaktion „heute schon ‘ne Hürde genommen?“ wurden knapp 2000€ in kurzer Zeit für das Projekt „wheelmap.org“ gespendet. Wir von donare.de haben dazu dem Sozialheld Raùl Krauthausen ein paar Fragen gestellt.

Q: Wer sind die Berliner Sozialhelden?

A: Die SOZIALHELDEN sind ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Berlin, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, jedes Jahr eine neue soziale Innovation zu starten und nachhaltig zu betreiben. Unser Team besteht aus einem engagierten Netzwerk von Menschen, die ihr Fachwissen aus ihrem Studium und der Arbeitswelt mal anders, für etwas Sinnvolles einsetzen möchten. Es ist dabei kein klassisches Ehrenamt, sondern die Begeisterung, gemeinsam etwas bewegen zu können. Ohne Mitleid, sondern mit Spaß und “aha”-Effekt.

Q: Warum bezeichnet ihr euch als Helden?

A: Das werden wir häufig gefragt. Wir nennen uns SOZIALHELDEN, weil wir davon überzeugt sind, dass jeder ein Held sein kann, der sich engagiert und dabei Spaß hat. Denn nur die eigene Begeisterung kann auch andere anstecken. Darüber hinaus ist der Name SOZIALHELDEN auch eine Aussage über unsere Mission. Wir engagieren uns rund um soziale Themen. Uns geht es um den “Dienst am Menschen”. “Umwelt-” oder “Kulturhelden” sind wir hingegen weniger. Wir finden, dass im sozialen Bereich weniger Innovation stattfindet, als im Umwelt- oder Kulturbereich. Das Wort “Helden” in unserem Namen ist auch ironisch zu verstehen. Wer ist denn heutzutage noch ein Held? Super- und Spiderman gibt es nicht. Kurz: Wir nehmen unseren Namen nicht ganz so ernst.

Q: Bei der donare.de Spendenaktion “heute schon ‘ne Hürde genommen” wurden in kurzer Zeit knapp 2000€ für eure Internetseite “wheelmap.org” gespendet. Welches Ziel verfolgt ihr mit diesem Projekt?

A: Wenn in Deutschland von Menschen mit Behinderung die Rede ist, fällt neuerdings relativ häufig das Wort “Inklusion”. Das bedeutet vereinfacht gesagt, dass Menschen mit Behinderung genauso wie Menschen ohne Behinderung ein Recht auf gesellschaftliche Partizipation haben Aber leider ist dies aufgrund von vielen Barrieren im Alltag noch nicht möglich. So können RollstuhlfahrerInnen zum Beispiel gar nicht in jedes Café oder jedes Kino gelangen, weil diese Räumlichkeiten nicht rollstuhlgerecht sind. Diesen Missstand wollen wir mit http://wheelmap.org aufdecken. Jeder Mensch, egal ob im Rollstuhl oder nicht, kann auf dieser Karte Orte markieren. Sie können beispielsweise angeben, ob es sich um rollstuhlgerechte oder weniger rollstuhlgerechte Eingänge handelt. Inzwischen haben wir über 40.000 Orte gesammelt. Weltweit.

Q: Gefällt dir die Spendenaktion „heute schon ‘ne Hürde genommen?“ ?

A: Ja, die ist großartig. Wir sind total überrascht, wie schnell das Geld zusammen kam. Das Internet bietet faszinierende Möglichkeiten.

Q: Das positive Ergebnis dieser Spendenaktion hat gezeigt, dass das Thema “Barrierefreiheit” viele Menschen bewegt. Was habt ihr vor mit den 2000€ zu machen?

A: Wir werden das Geld, wie immer, zu 100% in die Weiterentwicklung von wheelmap.org stecken. Unser Entwickler Christoph Bünte hat die meiste Zeit daran ehrenamtlich gearbeitet. Nun geht es darum, die Software noch besser zu machen. Die Daten sollen neben dem iPhone auch auf anderen Mobiltelefonen verfügbar sein.

Q: Ihr seid ein gemeinnütziger Verein und arbeitet alle ehrenamtlich. Finanziert ihr eure Projekte ausschließlich über Spendengelder?

A: Ja. In der Vergangenheit kamen noch ein paar Preisgelder vom “Deutschen Engagementpreis 2009″ und dem “Deutschen Bürgerpreis 2010″ hinzu. Nun suchen wir nach Partnern, die uns weiter fördern und unterstützen möchten, um die Wheelmap noch erfolgreicher zu machen.

Q: Wie können Interessierte euch weiterhin unterstützen?

A: Bei Wheelmap kann ja, wie gesagt, jeder neue Orte eintragen. Wenn er unsere Idee gut findet, kann er für unseren Verein auch Geld spenden. Oder er ist vielleicht in der Szene gut vernetzt und kann uns interessante Kontakte zu Politikern und Unternehmen geben.

Q: Habt ihr noch weitere Projekte in petto?

A: Ja. Die SOZIALHELDEN-Vergangenheit hat gezeigt, dass wir aus vielen Fehlern gelernt haben. Aber auch Erfolge sind lehrreich. Diese Erfahrungen wollen wir vermitteln. Mit der SOZIALHELDEN-Akademie. Wir werden Menschen zeigen, wie sie ihre eigenen Ideen ohne Geld, Erfahrung und mit wenig Zeit trotzdem umsetzen können. Der Startschuss für die Akademie fällt im Sommersemester 2011 an der Leuphana-Universität in Lüneburg. Dort halten wir erstmalig eine Lehrveranstaltung in einem Blockseminar.

Die Spendenaktion „heute schon ‘ne Hürde genommen?“ läuft bis zum 04.April 2011. Es fehlen 65€ bis das Spendenziel von 2000€ erreicht ist. Auf geht’s! Engagiert euch unter:

http://www.donare.de/heute-schon-ne-H%C3%BCrde-genommen

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